{"id":1958,"date":"2016-08-09T10:00:00","date_gmt":"2016-08-09T08:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/overw8.de\/wegmarke-3-guter-startpunkt\/"},"modified":"2020-04-20T15:45:05","modified_gmt":"2020-04-20T13:45:05","slug":"wegmarke-3-guter-startpunkt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/overw8.de\/de\/blog\/wegmarke-3-guter-startpunkt\/","title":{"rendered":"Innovation Leadership Wegmarke 3: Den guten Startpunkt finden"},"content":{"rendered":"<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-5377\" src=\"https:\/\/overw8.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/MagischeWegmarke3.jpg\" alt=\"MagischeWegmarke3\" width=\"426\" height=\"751\" \/><\/p>\n<p><strong>Was uns auf dieser Wegstrecke erwartet<\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-5378\" src=\"https:\/\/overw8.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/WegmarkenSichgutvorbereiten.jpg\" alt=\"WegmarkenSichgutvorbereiten\" width=\"500\" height=\"353\" \/><\/p>\n<p>Jetzt: Einen guten Startpunkt finden<\/p>\n<ul>\n<li>Die Absicht zu magischen Zielen machen.<\/li>\n<li>Gruppenarbeit sichern.<\/li>\n<li>Ideen und L\u00f6sungsans\u00e4tze sammeln.<\/li>\n<li>Ideen weiterentwickeln.<\/li>\n<li>Ideenschutz.<\/li>\n<li>R\u00fcckw\u00e4rts denken bis zum Startpunkt.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Einsteigen: Ja! \u2013 aber wie und wo bitte?<\/strong><\/p>\n<p>Wir m\u00f6gen ja unsere Absicht kennen, aber wer sagt uns, wie wir dort hinkommen? Momentan wei\u00df keiner, wo der optimale Weg liegt. Wir brauchen dennoch einen Startpunkt.<\/p>\n<p>Also<strong> verk\u00fcnden<\/strong> wir zun\u00e4chst in unserem Kernteam die <strong>Absicht<\/strong> und suchen passende, magische <strong>Zielformulierungen<\/strong> f\u00fcr das, was wir wollen. Wir legen die Basis f\u00fcr <strong>gute Gruppenarbeit<\/strong>. Anschlie\u00dfend sammeln und filtern wir <strong>Ideen f\u00fcr Wege und L\u00f6sungen<\/strong>. Wir entscheiden uns f\u00fcr einen Ansatz, mit dem wir loslegen wollen.<\/p>\n<p>Die gefundenen Ideen werden unserem pers\u00f6nlichen <strong>Schutz unterstellt<\/strong>.<\/p>\n<p>Um einen guten Einstiegspunkt zu finden, denken wir <strong>von dem Zielbild der Idee bis dorthin zur\u00fcck, wo wir tats\u00e4chlich einsteigen k\u00f6nnen. <\/strong><\/p>\n<p>Am Ende dieser Wegmarke wissen wir, wo wir hinwollen.<\/p>\n<p>Wir wissen, was unsere n\u00e4chste <strong>Etappenziele<\/strong> sind und wo unsere <strong>Einstiegspunkte<\/strong> liegen.<\/p>\n<hr \/>\n<h2>Die Absicht zu magischen Zielen machen<\/h2>\n<h3>Die Verk\u00fcndung und Ausweitung der Absicht<\/h3>\n<p>Zum offiziellen Start verk\u00fcnden wir laut und offiziell in unserer Gruppe, was unsere Absicht ist.<\/p>\n<blockquote><p>\u201eIch habe die Absicht, aus diesem St\u00fcck Land den sch\u00f6nsten und lebendigsten Park Europas zu machen. Menschen aller Altersklassen und Schichten sollen sich darauf freuen, hier zu sein.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Um uns \u00fcber das genauere Ziel klarer zu werden, beginnen wir damit, mit der Formulierung der Absicht zu spielen. Wir sammeln unterschiedliche Varianten, das Ziel oder die Absicht zu formulieren. Das kann so aussehen:<\/p>\n<ul>\n<li>Wie kann ich den sch\u00f6nsten Garten der westlichen Hemisph\u00e4re bauen?<\/li>\n<li>Wie kann ich selbst die sch\u00f6nsten mir bekannten G\u00e4rten noch \u00fcbertrumpfen?<\/li>\n<li>Wie kann ich einen ganz anderen Garten als die bereits vorhandenen entwickeln? Wie kann ich&#8230;..[Absicht]?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die unterschiedlichen Fragestellungen machen den Radar unserer Wahrnehmung jeweils f\u00fcr L\u00f6sungen in anderen Richtungen auf.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-5379\" src=\"https:\/\/overw8.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/GrosseFragengrosseAntworten.jpg\" alt=\"GrosseFragengrosseAntworten\" width=\"528\" height=\"751\" \/><\/p>\n<h3>Ziele offener formulieren<\/h3>\n<p>H\u00e4ufig sind wir total auf sogenannte <strong>&#8218;SMART-Ziele&#8217;*<\/strong> getrimmt: Was soll wie bis wann genau passieren.<\/p>\n<p>Das mag ganz sch\u00f6n sein f\u00fcr die operative Umsetzung konkreter Dinge, die wir schon kennen, ist uns aber keine Hilfe, wenn es um strategische, gro\u00dfe, innovative Sachen geht.<\/p>\n<p>Antworten durch offene Fragen einladen:<br \/>\nSehen wir es doch vielleicht lieber so, dass wir der Welt eine Frage stellen, auf die wir gern eine Antwort h\u00e4tten. Je genauer die Frage das enth\u00e4lt, was wesentlich ist und gleichzeitig offen l\u00e4sst, wie die L\u00f6sungen aussehen, desto einfacher wird es, eine passende Antwort zu finden.<\/p>\n<p>Die Frage kann also guten Gewissens lauten:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eWie kann ich M\u00f6glichkeiten finden, meinen Job kreativer zu leben und daran Spa\u00df zu haben?\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Letztlich steht diese Frage f\u00fcr ein Ziel. Sie ist so formuliert, dass sie noch <strong>keinerlei Unterstellungen im Hinblick auf den Weg dort hin gibt<\/strong>.<\/p>\n<p>In der Zusammenarbeit mit Kunden ist mir oft aufgefallen, dass wir uns selten die Zeit geben, eine offene Frage zu\u00a0stellen, sondern direkt nach der vermeintlichen L\u00f6sung fragen.<\/p>\n<p>Statt also zu fragen: \u201eWir haben ein Distributionsproblem in Ostdeutschland &#8211; wie k\u00f6nnen wir das l\u00f6sen?\u201c kamen sie mit der \u2013 vermuteten &#8211; besten L\u00f6sung auf uns zu:<br \/>\n\u201eWir brauchen eine klasse Gro\u00df-Promotion f\u00fcr die Nielsen-Gebiete X und X.\u201c<\/p>\n<p>Dann konnten wir entweder helfen, diese Aufgabe zu l\u00f6sen &#8211; aber das trug nicht notwendigerweise zur L\u00f6sung bei.<\/p>\n<p>Oder wir haben nochmal nachgehakt, warum und wozu man das machen will, was man sich davon erhofft\u2026.und konnten dann die echte Frage beantworten. Wer sich schon zu sehr auf eine bestimmte Antwort auf seine Frage eingeschossen hat, l\u00e4sst h\u00e4ufig keine weiteren Antworten mehr zu und verbaut sich damit den Weg zu einer vielleicht einfacheren und besseren L\u00f6sung.<\/p>\n<p><strong>Wir brauchen die ECHTE, die MAGISCHE Frage, den ECHTEN Wunsch, der erf\u00fcllt werden soll.<\/strong><br \/>\n<strong> Gerade Innovation braucht unvermutete Antworten.<\/strong><\/p>\n<p>Wenn es Ihnen um Innovation geht, dann wollen Sie ja eine Antwort oder eine L\u00f6sung, die der Rest der Welt noch nicht kennt oder hat oder in der Lage zu erkennen ist.<\/p>\n<p>Also m\u00fcssen wir andere Fragen als unsere Konkurrenz stellen.<\/p>\n<p>Und mit \u201eanders\u201c ist in diesem Zusammenhang \u201eoffener\u201c gemeint.<\/p>\n<p><strong>Nur gro\u00dfe Fragen bekommen gro\u00dfe Antworten.<\/strong><br \/>\n<strong> Nur andere Fragen bekommen andere Antworten.<\/strong><\/p>\n<p>* Specific, Measurable, Adequate, Relevant, Time-specific<\/p>\n<hr \/>\n<h3>Zielformulierungen sammeln<\/h3>\n<p>Jede Formulierung einer Frage wirft ein anderes Licht auf die L\u00f6sungsmenge. \u201eWie kann ich den farbenfrohesten Garten der Welt anlegen?\u201c ist etwas anderes als: \u201eWie kann ich einen Garten anlegen, der so von Lebensfreude platzt, dass selbst Deprimierte darin sofort wieder gl\u00fccklich sind?\u201c oder: \u201eWie kann ich einen Garten anlegen, der alle Leute, denen ich den zeige, zu unseren Kunden macht?\u201c. Jede dieser Fragen wird ein Licht auf andere Antworten.<\/p>\n<p>Wir sammeln m\u00f6glichst unterschiedliche Schweinwerfer, die auch ungew\u00f6hnliche, dunkle Ecken der L\u00f6sungsmenge abtasten.<\/p>\n<h3>Nur wer richtig fragt, findet die richtigen Antworten.<\/h3>\n<p>Die Frage sollte nach M\u00f6glichkeit noch nicht die vermuteten L\u00f6sungsmengen beinhalten &#8211; au\u00dfer diese sind schon kristallklar vorhanden:\u00a0Wir sind auf der Suche nach einer Fragestellung, von der wir uns erhoffen, dass sie einerseits den L\u00f6sungsbereich trifft, in den wir wollen und gleichzeitig alle wesentlichen und ausgefallenen Antworten und L\u00f6sungen enthalten kann.<\/p>\n<hr \/>\n<h3>Zielformulierung filtern<\/h3>\n<p>Wenn die ganzen Fragen- und Aufgabenformulierungen gesammelt sind, geht es ans Filtern. Mit einer zuversichtlichen Haltung entscheiden wir uns f\u00fcr die Fragestellung, die uns die ungew\u00f6hnlichste Perspektive, den ungew\u00f6hnlichsten Radar und die Konzentration aufs Wesentliche erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p>F\u00fcr Innovationsprozesse ist es enorm wichtig, am Start des Prozesses wirklich <strong>nur die n\u00f6tigsten Grenzen zu ziehen<\/strong> und wirklich <strong>nach dem Kern der Sache zu fahnden<\/strong>.<\/p>\n<p>Lassen Sie sich dabei nicht hetzen, denn das ist ein entscheidender Moment f\u00fcr Sie als Magic Innovation Leader.<\/p>\n<p>Wenn das Ziel und die Absicht wirklich klar sind, kommen wir mit deutlich weniger Umwegen zum Ziel und schonen Kraft und Geldbeutel.<\/p>\n<p>Die gesammelten Fragen, die wir nicht direkt verwenden, heben wir auf. Wir wissen nie, ob wir nicht sp\u00e4ter zu ihren zur\u00fcckkommen wollen, wenn wir nochmal eine andere Perspektive auf die Absicht werfen wollen. Dann k\u00f6nnen wir darauf zur\u00fcckgreifen.<\/p>\n<hr \/>\n<h3>Quantitative Ziele haben keine Magie<\/h3>\n<p>Zahlen-Ziele sind \u00fcblich, leider aber eine t\u00fcckische Mischung aus abstrakt UND un-emotional. Alles Abstrakte (wie wir schon beim Thema Vertrauen \/ Kommunikation gesehen haben) l\u00e4sst sehr viel pers\u00f6nlichen Interpretationsspielraum.<\/p>\n<p>Dieser Interpretationsspielraum sorgt daf\u00fcr, dass bei der \u00dcbersetzung in pers\u00f6nliche Zielbilder, v\u00f6llig unterschiedliche Versionen dabei rauskommen. Das ist gerade auf Augenh\u00f6he innerhalb eines Management-Teams sehr gef\u00e4hrlich. Jeder der Teilbereichs-Manager geht dann mit dieser pers\u00f6nlichen Interpretation des Ziels los und rollt es mit Hilfe seiner Organisation aus \u2013 nicht selten in v\u00f6llig unterschiedliche Richtungen\u2026 Klar, dass dann die Ressourcen und Budgets nie reichen werden.<\/p>\n<p>Alles Abstrakte ist au\u00dferdem anstrengend in eigene Bilder zu \u00fcbersetzen, die wirklich etwas mit einem selbst zu tun haben \u2013 uns geht also die ganze Magie eines tieferen Bezugs dazu fl\u00f6ten.<\/p>\n<hr \/>\n<h3>Innovation IST ein qualitatives Ziel<\/h3>\n<p>Innovation ist in sich ein qualitatives Ziel. Es ist ein Ziel, das etwas will wie:<br \/>\n\u201eIch m\u00f6chte einen gedeihenden und bl\u00fchenden Garten haben.\u201c<br \/>\n\u201eIch m\u00f6chte, dass alle Frauen ab 50 sich nach wie vor lebendig und wohl in ihrem K\u00f6rper f\u00fchlen.\u201c<\/p>\n<p>Zu diesen Zielen kriegt man Bilder in den Kopf, wie das gelingen k\u00f6nnte \u2013 und unser Hirn tut sich dann viel leichter, L\u00f6sungen zu finden.<\/p>\n<p>Wenn wir gleich Ziele bilden wie:<br \/>\n\u201ePflanzung von 500 B\u00e4umen &#8211; inklusive Tracking, wer wie schnell w\u00e4chst.\u201c, dann ergibt das eine Ansammlung von B\u00e4umen, vielleicht auch noch in schnurgerade Reihen, aber keinen organisch wachsenden Garten. Vielleicht stellen wir auf dem Weg fest, dass wir B\u00e4ume daf\u00fcr gar nicht so wichtig finden &#8211; f\u00fcr das, was man selbst gemeint hat, sind Stauden vielleicht viel geeigneter.<\/p>\n<p><strong>Was sind heute Ziele ohne Zahlen?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Es sind Visionen. <\/strong><\/p>\n<p>Die haben leider den Anklang, dass sie das auch bleiben &#8211; das\u00a0m\u00f6chten wir nicht. Was wir brauchen, ist ein n\u00fctzliches, lebendiges Bild vom Ziel &#8211; es sollte <strong>m\u00f6glichst emotional und griffig<\/strong> sein, damit unser Hirn und unser Unterbewusstes Lust haben, L\u00f6sungen und Wege dorthin zu finden.<\/p>\n<p>Wir brauchen Ziel-Bilder.<\/p>\n<p>Oder sogar Ziel-Filme.<\/p>\n<p>Was passiert, wenn wir da angekommen sind? Was ist daran so gro\u00dfartig? Sehen Sie dabei Bilder oder Zahlen im Kopf? H\u00f6ren Sie Zahlen \u2013 oder eher Beifall?<\/p>\n<p>Deswegen sind Innovationsziele qualitativ.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Was, wenn es keine Zahlen g\u00e4be?<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-5349 alignright\" src=\"https:\/\/overw8.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Experimentdunkelgruen.jpg\" alt=\"Experimentdunkelgruen\" width=\"181\" height=\"78\" \/><em>Stellen Sie sich vor, es kommt jemand vorbei und l\u00f6st alles im Unternehmen auf, das in Zahlen ausgedr\u00fcckt wird &#8211; was ist dann noch da? Wie sieht die jeweilige Idee aus OHNE Zahlen?<\/em><\/p>\n<p><em>Wenn wir einen zahlenfreien Monat machen, merken wir schnell, dass uns nur noch bleibt in \u201eWert\u201c zu denken. <\/em><\/p>\n<p><em>Was hat f\u00fcr uns Wert? Und was f\u00fcr unsere Kunden? Was macht uns gl\u00fccklich? Und was die anderen? Was k\u00f6nnen wir tun, um das noch mehr in den Mittelpunkt zu stellen?<\/em><\/p>\n<p><em>Dieses Gedankenexperimente bringt uns in ganz andere Sph\u00e4ren. <\/em><\/p>\n<p><em>Wir k\u00f6nnen dann Dinge denken wie: Mit welcher der Ideen, die wir haben, k\u00f6nnen wir den gr\u00f6\u00dften positiven Einfluss auf die Welt und die Menschen darin einbringen? Wie arbeiten wir, wenn wir keine Zahlen haben? Welche Arten der Zusammenarbeit sind mir dann am wichtigsten?<\/em><\/p>\n<p><strong><em>Am Ende des Tages dr\u00fcckt sich Unternehmenserfolg in \u201eguten\u201c Zahlen aus. <\/em><\/strong><\/p>\n<p><em>Aber mal ehrlich:\u00a0<\/em><\/p>\n<p><strong><em>Kommen die nicht von selbst, wenn der Wertbeitrag stimmt? <\/em><\/strong><\/p>\n<p><em>Vergleichen Sie das doch mal mit dem Restaurantbesuch:<\/em><br \/>\n<em> Wie gern m\u00f6gen Sie zu dem Italiener gehen, der zwar gut kocht, aber letztlich nur drauf schielt, Ihnen den teuersten Wein zu empfehlen? Der also mehr in seinem und deutlich weniger Ihrem Nutzen denkt? Wie oft gehen Sie wieder zum Els\u00e4sser, der Ihnen vertrauensheischend ins Ohr finzelt: \u201eLasst mich mal machen, ich stell Euch da was zusammen\u2026.\u201c und hintennach mit einer fetten Rechnung um die Ecke kommt? Keiner mag es, \u00fcber den Tisch gezogen zu werden. Und wann passiert das? Wenn der anderen nur seinen Gewinn, aber nicht meinen Nutzen im Blick hat.<\/em><\/p>\n<p><em>Umgekehrt: Wie sieht es in einem Restaurant aus, in dem man mich einfach ein bisschen gl\u00fccklich machen will? Man k\u00fcmmert sich vorrangig um meinen Nutzen &#8211; und wenn der stimmt, stimmt auch das Geld daf\u00fcr. Das zahle ich gern, da reut mich kein Cent.<\/em><\/p>\n<p><em>Wir machen diese Gedanken\u00fcbung also, damit wir uns wieder leichter auf den Nutzen, auf das Hinzuf\u00fcgen von etwas Qualitativen konzentrieren k\u00f6nnen. Um dann sp\u00e4ter zu sichern, dass es finanziell auch passt. Aber eben sp\u00e4ter\u00a0im Prozess.<\/em><\/p>\n<p><strong><em>Wer Nutzen schafft, schafft Wert und dieser Wert wird zu Geld-Wert.<\/em><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<h3>Gemeinsame Zielbild-Entwicklung: Best-investierte Zeit!<\/h3>\n<p>Einschl\u00e4gige Forschungsergebnisse in den USA (s. auch <a id=\"amznPsBmLink_3601165\" class=\"amzn_ps_bm_tl\" href=\"http:\/\/www.amazon.com\/IAF-Handbook-Group-Facilitation-International-ebook\/dp\/B008NC0UXO\/ref=as_li_bk_tl\/?tag=krysalisconsu-20&amp;linkId=a913603ad0fd8cdb95544dd61913422e&amp;linkCode=ktl\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\" data-amzn-ps-bm-keyword=\"Handbook of Facilitation\" data-amzn-link-id=\"a913603ad0fd8cdb95544dd61913422e\">Handbook of Facilitation<\/a><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" id=\"amznPsBmPixel_3601165\" style=\"border: none !important; margin: 0px !important; padding: 0px !important; height: 0px !important; width: 0px !important;\" src=\"https:\/\/overw8.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/ir\" alt=\"\" width=\"0\" height=\"0\" border=\"0\" \/> der IAF) zeigen, dass man sich jede Menge Aufwand spart, wenn in einer Gruppe das Zielbild kristallklar ist und genug Freiraum f\u00fcr den Weg dorthin gelassen wird. Dieser Punkt gilt nicht nur f\u00fcr Innovation &#8211; aber daf\u00fcr in besonderem Ma\u00dfe!<\/p>\n<p><strong>Stellen Sie sich vor, Sie organisieren mit Freunden eine Grillparty. <\/strong><\/p>\n<p>Es soll eine \u00dcberraschungsparty werden f\u00fcr eine gute Freundin. Sie setzen sich zusammen und \u00fcberlegen, was das Wichtige daran ist: Soll es ein Motto geben &#8211; vielleicht \u201eOktoberfest\u201c? Oder ist es wichtiger, dass es tolle Grillsachen gibt? Sobald das Bild vom Ergebnis recht gut in allen K\u00f6pfen klar ist, k\u00f6nnen alle unkompliziert losrennen &#8211; der eine bringt den Grill, der andere holt Deko, der dritte Musik etc. Es kann sein, dass etwas zu viel oder zu wenig da ist, aber das ruckelt sich zum Schluss schon ein.<\/p>\n<p>Das funktioniert in diesem Fall so gut, weil z.B. in einem alten Freundeskreis schon ein kultureller Konsens da ist, was \u201eeine richtig gute Grillfete\u201c ist und man sich dar\u00fcber\u00a0nicht im Detail austauschen muss.<\/p>\n<p>W\u00e4ren diese Menschen aber welche, die noch nie ein Grillfest gemacht haben, w\u00e4re es sinnvoll, wenn sie sich etwas mehr Zeit zum Austauschen und Ausprobieren geben: Was versprechen wir uns davon? Was daran w\u00fcrde mir Spa\u00df machen, was eher nicht? Wollen wir es eher formeller oder informeller? Geht es nur ums Grillen oder eher darum, einen sch\u00f6nen Tag mit Freunden drau\u00dfen zu verbringen?<\/p>\n<p><strong>Das Bild, das dabei entsteht, ist das Leit-Bild, nach dem wir handeln k\u00f6nnen. <\/strong><\/p>\n<p>Alle Beteiligten k\u00f6nnen absch\u00e4tzen, was ins Bild passen d\u00fcrfte und was nicht und wo man die anderen vielleicht nochmal fragen sollte. Viele Details werden sich erst auf dem Wege ergeben und das ist gewollt und ok so. Das Budget l\u00e4sst sich viel leichter herleiten und priorisieren, wenn dieses <strong>Zielbild klar<\/strong> ist.<\/p>\n<p>Wichtig ist dabei, dass wir einig sind, was das Wesentliche ist und was das f\u00fcr uns bedeutet: Ist das Wesentliche das sch\u00f6ne Zusammensein? Oder der Ochsenbraten? Wie viel k\u00f6nnen oder wollen wir daf\u00fcr ausgeben? Was ist uns das wert?<br \/>\nDas so formulierte Ziel DARF abstrakt sein, solange es qualitativ ist.<\/p>\n<p>Es sollte so auf das Wesentliche reduziert sein, dass es l\u00e4ngerfristig Bestand hat und nicht bei jeder neuen Erkenntnis ge\u00e4ndert werden muss.<\/p>\n<p>Das detailliertere Bild ist eine Ableitung daraus, das entweder von den F\u00fchrungskr\u00e4ften alleine oder mit der Mannschaft gemeinsam entwickelt werden kann. St\u00e4rker und nachhaltiger ist es, wenigstens Teilzielbilder in den einzelnen Bereichen detaillierter weiterzudenken &#8211; und das wieder in Zusammenhang mit dem Gesamt-Zielbild zu bringen.<\/p>\n<p>Dieses Vorgehen hat nebenbei den Vorteil, dass a) kein Mikro-Management erforderlich ist und b) die Versuchung, Mikro-Management auszu\u00fcben, von vornherein geringer ist.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich k\u00f6nnen wir so in der Art, wie wir f\u00fchren, unser Vertrauen in unsere Mitgestalter zu ausdr\u00fccken und demonstrieren.<\/p>\n<hr \/>\n<h3>&#8218;Gute&#8216; Innovations-Ziele<\/h3>\n<ul>\n<li><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-5358 alignleft\" src=\"https:\/\/overw8.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Handelndunkelgruen.jpg\" alt=\"Handelndunkelgruen\" width=\"151\" height=\"81\" \/>Ganz ehrlich: <strong>Nicht jedes Ziel braucht eine innovative L\u00f6sung<\/strong>. Es gibt Ziele, die so viel Speed gar nicht verdient haben. <strong>Wir fahren ja auch nicht dem Rennwagen zum Briefkasten.<\/strong><\/li>\n<li>Es scheint so zu sein, dass positive Ziele leichter gute L\u00f6sungen und Umsetzungen finden. Bei meinen Recherchen ist mir wiederholt aufgefallen, dass viele sehr erfolgreiche Menschen nicht nur ihren eigenen, sondern <strong>auch den Nutzen der anderen vor Augen<\/strong> hatten.Dabei wurde dann nicht nur ein Win-Win kreiert, sondern der Welt insgesamt etwas hinzugef\u00fcgt. Das liegt sicher u.a. anderem daran, dass Sie f\u00fcr gro\u00dfe Dinge den Einsatz anderer brauchen. Wenn Ihre Sache eine gute Sache ist, werden Sie andere gute Leute deutlich leichter davon \u00fcberzeugen k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>Der Zauberstab und die Magie ist Ihre &#8211; ob Sie daraus wei\u00dfe oder schwarze Magie machen, liegt letztlich in\u00a0Ihrer Hand. Ein echter Leader wird sicher darauf bedacht sein, dass er letzten Endes eine gute Lebensgeschichte hinterl\u00e4sst.<\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<h2>Gruppenarbeit sichern<\/h2>\n<h3>Menschen im Rudel<\/h3>\n<p>Menschen sind Menschen. Egal, was irgendwelche Theorien behaupten, wir Menschen sind irrational und emotional und wissen manchmal selbst nicht, was in uns gefahren ist.<\/p>\n<p>Schon der einzelne Mensch kann ziemlich un\u00fcberschaubar sein und in einem Gestaltungsprozess schwer in den Griff zu kriegen. Wenn wir mit anderen zusammen gestalterisch t\u00e4tig sein wollen, treten grob gesagt die gleichen Effekte auf wie bei einzelnen Menschen \u2013 nur eben <strong>mit Turbo und Verst\u00e4rkereffekt<\/strong>. Im Guten wie im Schlechten.<\/p>\n<p>Menschen in Gruppen k\u00f6nnen irrsinnig viel gute Stimmung aufbauen oder eben auch zum b\u00f6sen Mob werden.<\/p>\n<p>Wir Menschen agieren in Gruppensituationen (ja, wir selbst auch!) anders, als wenn wir alleine arbeiten. Manches macht das leichter: Gerade eher langweilige oder sehr detaillierte T\u00e4tigkeiten fallen in der Gruppe oft leichter. Anderes wird gef\u00fchlt schwerer \u2013 zum Beispiel Entscheidungsprozesse oder Ideenentwicklung.<\/p>\n<p>Wenn wir mit anderen zusammen arbeiten, ist es wichtiger als sonst, den Prozess nicht dem Zufall zu \u00fcberlassen, insbesondere, wenn es um Gestaltung geht.<\/p>\n<hr \/>\n<h3>Die Kosten ungesteuerter Gruppenarbeit<\/h3>\n<p>In diesem Punkt m\u00f6chte ich ein wenig schwelgen, weil die eigentlichen Risiken, die hier dahinter liegen oft untersch\u00e4tzt oder zumindest nicht eingegrenzt werden.<\/p>\n<p>Als ich meine New Economy-Zeit hatte, gab es eine sch\u00f6ne kleine Software &#8211; den &#8218;Meeting Counter&#8216;. Zwar nur als Gag gedacht, trug sie doch eine wichtige Botschaft in sich, die in schwammigen Innovationssituationen lebenswichtig ist:<\/p>\n<p>Meetings kosten Geld. In der Gruppe Workshops zu machen, kostet Geld.<\/p>\n<p>Wenn es hochbezahlte Menschen sind, die an diesen Treffen teilnehmen, kostet es noch mehr Geld. Wenn das Treffen verschwendete Zeit war, wurde in Wahrheit eine Menge Geld verbrannt. Nur: Normalerweise sieht und sp\u00fcrt das keiner!<\/p>\n<h3>Halten wir uns das in aller Erschreckungsw\u00fcrdigkeit vor Augen:<\/h3>\n<p>1 Meeting<\/p>\n<p>Anwesend:<\/p>\n<p><strong>6 Manager (250,- \u20ac\/h) +\u00a0<\/strong><strong>2 GF(350,- \u20ac\/h) = 1h = 2300 EUR<\/strong><br \/>\n<strong>1 Workshop \u2013 20 Leute (100,- \u20ac\/h)\u2013 4h \u2013 8.000 EUR<\/strong><\/p>\n<p>War unser Meeting das wert?<br \/>\nBzw. unsere Ergebnisse?<\/p>\n<p>=&gt; <a href=\"http:\/\/www.effectivemeetings.com\/diversions\/meetingclock.asp\">http:\/\/www.effectivemeetings.com\/diversions\/meetingclock.asp<\/a><\/p>\n<p><strong>Das Risiko schlechter Gruppenarbeit ist noch gr\u00f6\u00dfer als die offensichtlich zu errechnenden Kosten. <\/strong><\/p>\n<p>Das Arbeiten in der Gruppe kann n\u00e4mlich <strong>sehr effektiv eine unerw\u00fcnschte Kultur zementieren<\/strong>.<\/p>\n<p>Wenn Meetings oder Workshops nicht qualitativ durchgef\u00fchrt werden, l\u00e4uft dies leider rasch darauf hinaus, dass einzelne Wortf\u00fchrer die Ideen anderer abwerten, Ideen nicht mehr ge\u00e4u\u00dfert werden, Vertrauen zerst\u00f6rt wird. Alles Dinge, die wir in einem Innovationsprozess nicht gebrauchen k\u00f6nnen. Noch konkreter:<\/p>\n<p><strong>Innovation wird dadurch regelrecht verhindert.<\/strong><\/p>\n<p>Wenn es um Entscheidungsprozesse geht, wird das noch dramatischer: Eine Gruppenentscheidung, die nicht methodisch gut ausgesteuert wird, f\u00fchrt leicht dazu, dass man sich nur auf den kleinsten gemeinsamen Nenner einigt.<\/p>\n<p>Damit ist man sich zwar optisch einig, hat aber eine suboptimale L\u00f6sung herbeientschieden \u2013 und wei\u00df das auch noch! Wie riskant das in einem Markt sein kann, in der jeder Vorsprung vor der Konkurrenz z\u00e4hlt, brauche ich kaum weiter auszuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Machen wir uns klar:<\/p>\n<p><strong>10 Leute in einem Raum mit einem schlechteren Ergebnis, als wenn es nur 1 oder zwei dieser Personen erarbeitet h\u00e4tten, bedeutet Faktor 8 bis 9 rausgeschmissenes Geld.<\/strong><\/p>\n<p>Beide Effekte \u2013 das zerst\u00f6rte Vertrauen und die suboptimale Entscheidungen \u2013 frustrieren obendrein die richtig guten, ambitionierten Mitgestalter.<\/p>\n<p>Diese ziehen sich zur\u00fcck \u2013 schon um sich selbst und ihre Ideen in Sicherheit zu bringen. Die indirekten Kosten davon m\u00f6chte ich \u00fcberhaupt nicht mehr weiterdenken\u2026..<\/p>\n<p>Sobald es ans Geld geht, zucken sofort alle, aber bei der gro\u00dfz\u00fcgigen und ungesteuerten Verwendung von\u00a0Gruppenarbeit zuckt (noch) keiner. Mit diesen Risiken vor Augen k\u00f6nnen wir guten Gewissen geiziger oder zumindest bewusster werden.<\/p>\n<hr \/>\n<h3>Facilitating \u2013 Arbeiten in Gruppen magisch vereinfachen<\/h3>\n<p>Zum Gl\u00fcck k\u00f6nnen wir diese Risiken eingrenzen.<\/p>\n<p>Bei Innovationsprozessen wird oft etwas zu zuversichtlich auf die Kraft der Gruppe gesetzt.<\/p>\n<p>Das Arbeiten in der Gruppe kann Gro\u00dfartiges erm\u00f6glichen \u2013 allerdings nur, wenn wir gezielt aussteuern, wann und wof\u00fcr und wie wir das machen. Wenn wir in der Gruppe arbeiten, sollte es uns das Gef\u00fchl und das Ergebnis geben, dass mehr \u2013 nicht weniger \u2013 dabei rauskommt, als wenn wir es alleine gemacht h\u00e4tten. Zuf\u00e4llig wird das allerdings nicht der Fall sein.<\/p>\n<p>Zum Gl\u00fcck gibt es Experten, die sich genau damit auskennen, sogenannte \u201eFacilitatoren\u201c. Facilitatoren haben nicht den Inhalt, sondern den Prozess im Blick. Sie gehen davon aus, dass die Mitglieder der Gruppe sich inhaltlich sowieso am besten auskennen. Facilitatoren sorgen mit passenden Prozessen und Methoden daf\u00fcr, dass das Arbeiten in der Gruppe angenehmer, produktiver und effektiver wird. Das geht \u00fcbrigens deutlich \u00fcber den in Deutschland verwendeten Begriff &#8218;Moderation&#8216; hinaus: In den USA wird dazu \u00fcbrigens seit den 70er Jahren sehr aktiv geforscht und experimentiert.<\/p>\n<p>Inzwischen gibt es viel Wissen und Erfahrung dazu, die wir nutzen sollten (s. auch Anhang). Wollen Sie diesen Prozess so neutral und innovationsbetont gesteuert bekommen wie es nur geht? Sind Sie in der Lage dazu, das wirklich selbst zu \u00fcbernehmen oder wollen Sie sich mehr auf die Inhalte konzentrieren? Entscheiden Sie entsprechend, ob Sie sich Unterst\u00fctzung durch einen Facilitator dazu holen.<\/p>\n<p>Einen raschen und umfassenden \u00dcberblick \u00fcber Facilitating und seine M\u00f6glichkeiten finden Sie im \u201e<a id=\"amznPsBmLink_1109126\" class=\"amzn_ps_bm_tl\" href=\"http:\/\/www.amazon.com\/IAF-Handbook-Group-Facilitation-Organization\/dp\/078797160X\/ref=as_li_bk_tl\/?tag=krysalisconsu-20&amp;linkId=107e9e84e12b93c461624d902af2797e&amp;linkCode=ktl\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\" data-amzn-ps-bm-keyword=\"IAF Handbook of Group Facilitation\" data-amzn-link-id=\"107e9e84e12b93c461624d902af2797e\">IAF Handbook of Group Facilitation<\/a><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" id=\"amznPsBmPixel_1109126\" style=\"border: none !important; margin: 0px !important; padding: 0px !important; height: 0px !important; width: 0px !important;\" src=\"https:\/\/overw8.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/ir\" alt=\"\" width=\"0\" height=\"0\" border=\"0\" \/>\u201c.<\/p>\n<hr \/>\n<h2>Ideen und L\u00f6sungsans\u00e4tze finden<\/h2>\n<h3>Ideen sammeln mit anderen<\/h3>\n<p>Jetzt brauchen wir erste Ideen, wie wir zu unserem Ziel hinkommen k\u00f6nnen. Wir brauchen viele Ideen, d.h. wir machen eine <strong>Ideensammelphase<\/strong>. Als Ideengeber brauchen wir Menschen, die in der Lage und willens sind, bewertungsfrei zu denken und so viele Ideen wie m\u00f6glich auszuspeichern.<\/p>\n<p>Wenn wir uns von anderen bei der<strong> Ideensammlung<\/strong> helfen lassen, k\u00f6nnen wir darauf achten, dass die Mitmacher m\u00f6glichst <strong>bunt gemischte Perspektiven<\/strong> haben (wegen der unterschiedlichen Mindsets). Falls die Zielgruppe schon feststehen sollte, sind ein paar Teilnehmer aus dieser Zielgruppe eine gute Erg\u00e4nzung. Wichtig ist zum einen, dass <strong>keine der Untergruppen eine gef\u00fchlte \u00dcbermacht hat<\/strong> sowie zum anderen, dass die <strong>Ideensammlung neutral geleitet<\/strong> wird.<\/p>\n<p>Wenn wir eine Ideensammlung selbst leiten, sind wir naturgem\u00e4\u00df in Versuchung, die reinkommenden Ideen (und sei es nur durch minimale Mimik wie ein Stirnrunzeln) bereits zu bewerten. Die Teilnehmer haben daf\u00fcr ein sehr sensibles Gesp\u00fcr und werden bestimmte Ideen gar nicht mehr \u00e4u\u00dfern, weil sie vorher schon im Kopf filtern, dass\u00a0sie Ihnen nicht gefallen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Bei dieser Art von Gruppen-Session k\u00f6nnen wir uns Unterst\u00fctzung von einem &#8218;Facilitator&#8216; holen. Sie oder er plant die ganze Session so, dass alle gut auftauen, sich vertrauensvoll in die Bewertungsfreiheit begeben und sorgt auch f\u00fcr klare, neutrale Erwartungshaltung.<\/p>\n<p><strong>=&gt; Facilitating-Sessions im Innovationsbereich werden h\u00e4ufig von Facilitatoren gegeben, die sich auf \u201eCreative Problem Solving\u201c spezialisiert haben.<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<h3>Klare Erwartungshaltungen<\/h3>\n<p>Ob es nun der Facilitator macht oder Sie: Auf jeden Fall sollten Sie f\u00fcr einen Prozess, in den die anderen Teilnehmer nicht durchgehend aktiv eingebunden sind, die <strong>Erwartungshaltung sehr klar aussprechen<\/strong>. Die Ideen, die kommen, werden viele sein. In einer guten Session ca. 200 &#8211; 300. Bei Weitem nicht alle der Ideen sind gut, manche schon, andere wiederum werden erst in der Kombination miteinander zu etwas Reizvollem. Fest steht jetzt schon: Nicht alle k\u00f6nnen gemacht werden.<\/p>\n<p>Jeder, der eine Idee mit einbringt, die nicht genommen wird, tr\u00e4gt damit dennoch zur L\u00f6sung bei, z.B. indem er damit die Anregung f\u00fcr etwas anderes gibt, das sp\u00e4ter verwendet wird. In einem guten Prozess verliert sich der Gedanken von \u201emeine Idee &#8211; deine Idee\u201c \u2013 es wird zu \u201eunseren Ideen\u201c.<\/p>\n<p>Wer mitmacht, sollte ehrlich bereit sein, seine Ideen hinein zu geben und anderen zu \u00fcberlassen, was damit passiert. Das sichert ab, dass a) die Mitmacher nicht beleidigt sind, wenn sie sp\u00e4ter nichts von ihren Ideen wiederfinden, b) dass die Bewertungsfreiheit zu erh\u00f6ht wird.<\/p>\n<p><strong>Wer wei\u00df, dass er sp\u00e4ter die Umsetzung nicht am Hals hat, tut sich\u00a0deutlich leichter, gewagte Ideen zu denken.<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<h3><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-5380\" src=\"https:\/\/overw8.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/3LevelIdeenamBaum.jpg\" alt=\"3LevelIdeenamBaum\" width=\"515\" height=\"751\" \/>Alle 3 Ideen-Level ernten<\/h3>\n<p>Kennen Sie schon das Prinzip der 3 Ideendrittel? Es besagt, dass in einer Session Ideen zu einem bestimmten Punkt in drei Dritteln kommen:<br \/>\n1. Drittel: Wir geben eine bestimmte Aufgabenstellung, dann kommt ein Schwung von Ideen &#8211; dann flacht die Ideenflut wieder ab. Alle gucken ratlos &#8211; das war&#8217;s!?<br \/>\n2. Drittel: Nicht wirklich \u2013 wir geben nochmal andere Methoden hinein, dann folgt eine zweite Ideenflut &#8211; die auch wieder abflacht. \u201eDas war&#8217;s aber nun wirklich\u201c, denken alle. Stimmt nicht &#8211; jetzt gilt es, nochmal methodisch nachzulegen &#8211; denn dann kommt\u2026<br \/>\neine dritte Ideenschwemme folgt \u2013 das 3. Drittel.<\/p>\n<p><strong>Wieso geben wir uns nicht mit dem ersten Drittel einfach zufrieden?<\/strong><\/p>\n<p>Weil die Ideen sich in etwa so verteilen:<\/p>\n<p>Das erste Drittel sind die Hof- und Wiesenideen, auf die jeder sofort kommt.<\/p>\n<p>Das zweite Drittel sind die etwas besseren Ideen, auf die aber noch jeder kommt, der sich auch damit besch\u00e4ftigt &#8211; d.h. ihre Konkurrenz.<\/p>\n<p>Das dritte Drittel sind DIE Ideen, die wirklich so anders sind, dass sie nur hier und heute und in diesem Zusammenhang aufkommen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Hier sind die Perlen zu finden.<\/p>\n<p>Es ist wie beim \u00c4pfel-Pfl\u00fccken:<\/p>\n<p>Vom Boden kommt man nur an die untersten Fr\u00fcchte, mit einem Stuhl an die Fr\u00fcchte etwas weiter oben, nur mit einer anst\u00e4ndigen Leiter kommt man an die Fr\u00fcchte ganz oben, die am meisten Sonne bekommen haben. Auch die Vorstellung, dass wir in der Schatzkammer der anwesenden Mindsets einfach immer tiefer w\u00fchlen und dabei immer noch verborgenere Juwelen zum Vorschein und neu kombiniert werden k\u00f6nnen, kann hilfreich sein. Die Leiter zu den obersten Fr\u00fcchten besteht aus einer gute Vorbereitung der Ideensammlung und der gekonnten Kombination von Ideensammlungs-Methoden. Dar\u00fcber isoliert gibt es allerdings schon mehr als genug B\u00fccher.<\/p>\n<p>Wenn wir Ideensammlungen durchf\u00fchren, sollten wir uns den 3-Stufen-Effekt vorher nochmal bewusst machen.<\/p>\n<p>Es ist v\u00f6llig normal, wenn die Mitmacher <strong>nach der ersten und zweiten Ideen-Stufe ein wenig kn\u00f6ttrig<\/strong> sind und die Stimmung erst mal runter geht &#8211; es wird dann n\u00e4mlich m\u00fchsam. Als Leiter der Ideensammlung muss man eine\u00a0Runde kollektives Schweigen ertragen k\u00f6nnen ohne hektisch zu werden.<\/p>\n<p>Da muss man durch &#8211; es lohnt sich! \ud83d\ude42<\/p>\n<p>P.S.: Dieses sch\u00f6ne Bild von den Fr\u00fcchten am Baum (bei ihm waren es Kirschen) stammt \u00fcbrigens von meinem holl\u00e4ndischen Kollegen Sjra Puts.<\/p>\n<p>Pro Aufgabenstellung brauchen wir gen\u00fcgend Methoden parat, um m\u00f6glichst viel Ideenpotential abzusch\u00f6pfen. Um sowohl die Brillanz einzelner als auch die Brillanz der Gruppe gut zu nutzen, f\u00e4hrt man au\u00dferdem gut damit Einzel-, Klein- und Gro\u00dfgruppenmethoden zu kombinieren.<\/p>\n<p>Ach so, und was ist mit dem guten alten \u201eBrainstorming\u201c?<\/p>\n<p>Ja, das funktioniert, aber eben nicht so, wie es meistens angewendet wird (ohne Vorbereitung, ohne weitere Methodenleiter, daf\u00fcr mit st\u00e4ndiger Bewertung). Das k\u00f6nnen wir getrost gleich lassen (s. auch \u201eRisiko Gruppenarbeit\u201c).<\/p>\n<hr \/>\n<h2>Ideensammlung weiterentwickeln<\/h2>\n<p>Wir haben mit all diesen Ideen jetzt kleine potentielle Samenk\u00f6rner in der Hand. Wir wissen nur noch nicht, welche wirklich was kann. Bevor wir \u00fcber Leben oder Sterben der Ideen entscheiden, lernen wir sie und ihr Potential am besten n\u00e4her kennen. Also spielen wir mit einigen Ideen, die wir aussichtsreich finden. Wir betreiben gedankliches Probehandeln.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-5358 alignleft\" src=\"https:\/\/overw8.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Handelndunkelgruen.jpg\" alt=\"Handelndunkelgruen\" width=\"151\" height=\"81\" \/><\/p>\n<p><em>Die Idee erg\u00e4nzen: Hier bietet sich zum Start ein Mind-Map oder eine Post-It-Sammlung an: Was passiert, wenn wir die Idee umsetzen, wie sieht das aus, wer macht dabei mit, welche Materialien w\u00fcrde man verwenden, was vom Vorhandenen kann man daf\u00fcr nutzen, was br\u00e4uchte man neu, wann, wie oft, wie passiert das. <\/em><\/p>\n<p><em>Schmei\u00dfen wir die gedankliche Bildmaschine an: Die Augen schlie\u00dfen und Vorstellung sammeln: \u201eIch sehe X, dann w\u00fcrde Z das machen, das und das gibt es auch, &#8230;.jetzt komm ich nicht mehr weiter \u2013 Abl\u00f6se\u201c. Der Leiter schreibt die Punkte neutral auf, die anderen erg\u00e4nzen\u00a0dazu und wechseln reihum den \u201einneren Kinoprojektor\u201c. Der Session-Leiter kann nochmal anheizen, indem er die Sinne nochmal abfragt: Ohren &#8211; Geschmack &#8211; Haptik &#8211; Ger\u00e4usche, Musik, etc.<\/em><\/p>\n<p><em>Jedes Kino bekommt eine Leinwand. Dann kann an einem weiteren Chart nochmal drauf aufgebaut werden.<br \/>\nIn einem n\u00e4chsten Schritt identifizieren wir Ratlosigkeits-Punkte UND bek\u00e4mpfen sie direkt: \u201eIch finde X gut &#8211; was machen wir mit dem Problem Z daran?\u201c<\/em><\/p>\n<p><em>Wir lassen Probleme also nicht einfach in der Gegend stehen, so dass sich unser Hinterkopf weiter Gedanken darum machen kann (heimlich!), sondern sammeln sofort auch Ideen, wie man dem beikommen k\u00f6nnte.<\/em><\/p>\n<p><em>In einem letzten Schritt legen wir noch einen drauf: Was k\u00f6nnte damit passieren, wenn es richtig schlecht l\u00e4uft? Und &#8211; ohne Pause! Das Negative soll keine Chance kriegen, ins Unterbewusstsein zu sacken! &#8211; direkt im Anschluss: Wie s\u00e4he die Welt aus, wenn&#8217;s richtig klasse l\u00e4uft?<\/em><\/p>\n<p><em>Diese Technik holt verborgene \u00c4ngste ans Tageslicht\u00a0und gibt danach den M\u00f6glichkeiten an einer Sache wirklich Raum.<\/em><\/p>\n<p>Diesen Prozess machen wir f\u00fcr 3-4 Kernideen. Wir haben jetzt von diesen Ideen in kurzer Zeit einen sehr runden \u00dcberblick bekommen und machen jetzt erst mal einen Cut. Danach entscheiden wir uns, welche davon wir weiterverfolgen wollen, wir filtern also wieder.<\/p>\n<p>Diese Prozesse k\u00f6nnen gut in kleinen Gruppen parallel durchgef\u00fchrt werden. Danach kommen wir wieder zusammen und sehen uns an, was inzwischen daraus geworden ist.<\/p>\n<p>Entweder geben wir den Teams nochmal mehr Zeit, um ihrer Idee mehr Fleisch an die Knochen zu geben oder wir filtern direkt.\u00a0Manchmal kann es eine gute Sache sein, eine Nacht vor der Entscheidung dr\u00fcber zu schlafen, damit das Hirn die Chance hat, alles nochmal zu \u00fcberdenken. Die Entscheidung sollte am besten dennoch mit dem Leiter der Ideensession passieren &#8211; damit Sie wirklich zuversichtlich filtern.<\/p>\n<hr \/>\n<h3>Alleine Inspirationen finden<\/h3>\n<p>Manchmal wollen wir gezielt eine Absicht zun\u00e4chst alleine verfolgen, wir sind also darauf angewiesen, selbst die ersten Ideen zu haben. Aber woher nehmen?<br \/>\nInnovation und Gestaltung brauchen zum Atmen Mu\u00dfe. Oder Freiraum. Oder (scheinbar) absichtsloses Nichts-Tun. Es geht darum Raum f\u00fcr das Unerwartete einzur\u00e4umen.<\/p>\n<p>Dabei gibt es mehrere Hebel:<\/p>\n<ul>\n<li>Dinge tun, von denen man sich nichts Sinnvolles erwartet, die man f\u00fcr unwichtig h\u00e4lt.<\/li>\n<li>Allein sein &#8211; mal wirklich alleine in die Luft gucken.<\/li>\n<li>Spiel-Zeit.<\/li>\n<li>Vordergr\u00fcndig Sinnloses ausprobieren &#8211; nur zum Spa\u00df.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wenn Ihre Zeit knapp ist, dann werden Sie diese sicherlich nach dem Priorit\u00e4tenprinzip planen &#8211; und zwar so, dass Sie die wichtigsten Dinge zuerst einplanen &#8211; und dann k\u00e4me Prio B, aber soweit kommt es ja gar nicht.<\/p>\n<p>Sie leben also in den beruflichen Aktivit\u00e4ten meistens auf \u201ePrio A\u201c hin und privat auch.<\/p>\n<p><strong>Wo und wie soll da ein unerwarteter Einfluss, eine nicht geahnte Inspiration \u00fcber Sie kommen?<\/strong><\/p>\n<p>Bevor ich krysalis consult gr\u00fcndete, hatte ich einen ganzen Sommer, in dem nichts zu tun anstand, und da ich noch nicht wusste, ob und wie ich gr\u00fcnden w\u00fcrde, hatte ich keine Zeitbegrenzung. Ich hatte beschlossen, mir genau so viel Zeit zu geben, wie ich brauchen w\u00fcrde, bis sich in mir ein klarer Antrieb regen w\u00fcrde. Ich habe lauter v\u00f6llig &#8218;unn\u00f6tige&#8216; Dinge getan: Habe mir Bollywood-Filme angeschaut, war in h\u00e4sslichen Ecken Mannheims rollerbladen, habe mit Menschen ein Schw\u00e4tzchen gehalten, die sonst nicht auf meiner \u201eAgenda\u201c gestanden w\u00e4ren\u2026. Ja, das war wunderbar. Ich habe lauter Dinge getan, die <strong>\u00fcberhaupt keine Priorit\u00e4t hatten<\/strong>. Noch heute zehre ich von diesen Eindr\u00fccken.<\/p>\n<p>Ich will damit sagen, dass wir auf der Suche nach Inspiration nicht zum Kilimandscharo oder nach Paris\u00a0fahren m\u00fcssen. Bei mir z.B. war alles schon da \u2013 ich musste nur mal selbst daf\u00fcr zur Verf\u00fcgung stehen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-5381 alignright\" src=\"https:\/\/overw8.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Tippdunkelgruen.jpg\" alt=\"Tippdunkelgruen\" width=\"120\" height=\"75\" \/><\/p>\n<p><em>Wenn Sie sich und Ihrem Innovation Mindset einen gro\u00dfen Gefallen und Luxus g\u00f6nnen wollen: Planen Sie ein Sabbatical. Planen Sie daf\u00fcr: NICHTS! Tun Sie was Sie wollen, wann Sie wollen, so viel Sie wollen und so lange Sie wollen. Tun Sie alles, was sonst Priorit\u00e4t C gewesen w\u00e4re. Probieren Sie sich und die Welt neu aus. Gehen Sie singen \u2013 warum? Weil Sie es lange nicht gemacht haben. Vielleicht macht es Spa\u00df, vielleicht nicht. Was gibt es dabei zu verlieren?<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<h3>Ideensammlung beenden<\/h3>\n<p>Am Ende einer Ideensammlung anderer f\u00fcr Sie ist es wichtig, dass Sie allen gleichm\u00e4\u00dfig danken, nicht diejenigen bevorzugen, die scheinbar mehr gebracht haben, oder die weniger zu beachten, die Ihrer Ansicht nach weniger brachten. Das w\u00fcrde sonst der Aussage, dass sich alle Ideen gegenseitig befruchten, v\u00f6llig widersprechen und f\u00fcr ein n\u00e4chstes Mal falsche Weichen stellen.<\/p>\n<p>Nach dieser Ideensammlung gilt es nur wieder eine zuversichtliche Auswahl zu treffen: Welche davon ist am Ungew\u00f6hnlichsten, was befremdet mich? Warum?<\/p>\n<p><strong>Denken Sie nicht zu viel nach (die Entscheidungsqualit\u00e4t wird davon nicht besser!): Entscheiden Sie sich einfach f\u00fcr die Idee, die jetzt ins Auge springt.<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<h2>Ideenschutz<\/h2>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-5382\" src=\"https:\/\/overw8.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/IdeenschutznachderSession.jpg\" alt=\"IdeenschutznachderSession\" width=\"530\" height=\"751\" \/><\/p>\n<h3>Ideen unter Naturschutz<\/h3>\n<p>Ideen sind anfangs sehr fragile Gesch\u00f6pfe &#8211; etwa wie kleine Samenspr\u00f6sslinge. Sie sind empfindlich, k\u00f6nnen leicht wieder eingehen, man wei\u00df nicht so recht, welche davon jetzt gute Spr\u00f6sslinge sind, oder ob es sich doch um Unkraut handelt.<\/p>\n<p>Wenn Sie alleine eine Idee haben, dann ist diese zun\u00e4chst sicher &#8211; denn nur Sie haben diese Idee und solange sie noch nicht \u00fcber sie gesprochen haben, wei\u00df keiner etwas davon. Wenn Sie im Unternehmen in einem Meeting oder einer Sammel-Session Ideen entwickeln, dann wei\u00df zumindest diese Gruppe von Menschen davon. Man hat schon miteinander dar\u00fcber gesprochen. Ab diesem Moment ist die Idee in Gefahr. Denn es gibt \u00fcberall Leute, die eine bestimmte Idee nicht m\u00f6gen &#8211; mal mit, mal ohne guten Grund.<\/p>\n<p>Ihre Aufgabe als Magic Innovation Leader ist es ja, diese Ideen so lange zu sch\u00fctzen, bis diese besser in ihrem Nutzwert erkennbar sind. Das hei\u00dft, man kann Folgendes tun:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-5358 alignleft\" src=\"https:\/\/overw8.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Handelndunkelgruen.jpg\" alt=\"Handelndunkelgruen\" width=\"151\" height=\"81\" \/><em><strong>Ideen rasch mehr Kraft verleihen<\/strong> &#8211; das hei\u00dft in einer Kreativsession m\u00f6glichst viele Ideen m\u00f6glichst gut weiter zu entwickeln &#8211; zumindest so, dass ein bisschen klarer ist, was in ihnen steckt.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Den Ideen \u201ePateneltern\u201c geben.<\/strong> Es gibt bei jeder Idee jemanden, der sie toll findet und einen, der sie nicht so toll findet. <\/em><\/p>\n<p><em>Diese beiden sind die perfekten Paten-Eltern: Derjenige, der die Idee super findet, hat wahrscheinlich dazu mehr Fantasie und Bilder im Kopf &#8211; er sollte die Chance bekommen, diese Bilder aus sich heraus zu holen. Aber er ist eben sehr verliebt in die Idee und tendiert vielleicht dazu, Problemstellungen zu \u00fcbersehen. Derjenige, der die Idee nicht so toll findet, soll sich die genauere Idee anschauen und respektvoll! Problemstellungen identifizieren UND helfen diese zu \u00fcberwinden. Der letzte Punkt ist von enormer Wichtigkeit: <strong>Wer krittelt, muss helfen!<\/strong> Erst wenn beide zusammen ggf. plus Gruppe nichts erreicht haben, wird die Idee in diesem Stadium \u201egeparkt.\u201c<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Ideen lebendiger machen:<\/strong> Das hei\u00dft, m\u00f6glichst sch\u00a0Ideen lebendiger machen: Das hei\u00dft, m\u00f6glichst schnell anreichern. Sich auf die abgefahrenen Ideen konzentrieren, nicht an den langweiligen Ideen mit \u201eAufr\u00fcschen\u201c vertun.<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<h3>Vor uns selbst sch\u00fctzen: Bekanntheitsfalle ausgr\u00e4tschen<\/h3>\n<p>Unser Hirn findet alles besser, was es schon kennt &#8211; sogar die gar nicht so tollen Sachen! Sie erscheinen unserem Hirn sicherer &#8211; denn sie m\u00f6gen zwar doof sein, aber man wei\u00df wenigstens, in welchem Ausma\u00df genau. Das findet unser innerer Neandertaler prima.<\/p>\n<p>Dieser Bekanntheitsfalle verpassen wir eine Blutgr\u00e4tsche, indem wir uns <strong>mit den ungew\u00f6hnlicheren Varianten zeitlich MEHR besch\u00e4ftigen, als mit den bekannten Varianten<\/strong>. Wir schaffen damit f\u00fcr unseren inneren Neandertaler Ausgleich und eine <strong>faire Chance f\u00fcr den Au\u00dfenseiter<\/strong>.<\/p>\n<p>Wenn beide Varianten gleich bekannt sind, dann k\u00f6nnen wir deutlich besser dar\u00fcber entscheiden, welche wirklich besser ist.<\/p>\n<hr \/>\n<h3>Ideenschutz NACH Kreativsessions<\/h3>\n<p>Nach einer Session sind<strong> Ideen in gro\u00dfer Gefahr &#8211; zumindest in Unternehmen, in denen eine dominierende Maintenance-Kultur durch die G\u00e4nge schweb<\/strong>t.<\/p>\n<p>Wenn das so ist, muss die Anweisung &#8211; wie bei Kindern \u2013 sein:<\/p>\n<p>\u201eAuf keinen Fall alleine \u00fcber die Stra\u00dfe gehen\u201c.<\/p>\n<p>Die kleine Idee sollte zumindest so lange sehr nah bei den Eltern sein, bis sie f\u00fcr andere verst\u00e4ndlich und in diesem Sinne lauff\u00e4hig ist. Die Idee braucht im ersten Schritt evtl. sogar einen Laufstall, d.h. sie sollte in der Tat geheim gehalten werden &#8211; guten Gewissens, ohne Aufheben darum und zu ihrem Schutz.<\/p>\n<p>Je robuster die Idee wird, desto mehr Au\u00dfenkontakt kann sie vertragen.<\/p>\n<p>Aber eben nicht mit jedem. Sondern mit Menschen, denen man im Hinblick auf Innovation vertrauen kann. Sie dr\u00fccken ja Ihr dreij\u00e4hriges Kind auch nicht den unsympathischen Nachbarn in die Hand, die Sie schon vorher seltsam fanden, w\u00e4hrend Sie einkaufen gehen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-5092 alignleft\" src=\"https:\/\/overw8.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Zitatgruen.jpg\" alt=\"Magic Innovation Leadership Bausteine Zitat\" width=\"120\" height=\"76\" \/><\/p>\n<p><strong><em>\u201eCreate enough of your idea so you can show it to other\u00a0people.\u201c Barbara Sher<\/em><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<h2>R\u00fcckw\u00e4rts denken<\/h2>\n<h3>R\u00fcckw\u00e4rts denken bis zum Startpunkt<\/h3>\n<p>Jetzt wird es unvermutet einfach:<br \/>\nDie Idee, die Sie sich rausgesucht haben, die gehen wir direkt an. Damit wir gar nicht erst die Chance haben, die Idee morgen doch wieder doof zu finden, \u00fcberlegen wir uns sofort, wie wir damit loslegen k\u00f6nnen \u2013 und zwar heute, aber sp\u00e4testens morgen!<\/p>\n<p>Wissen Sie, was nach allem, was ich an MS Project-Pl\u00e4nen und Excel- und To Do-Listen gesehen habe, f\u00fcr das Einfachste halte?<\/p>\n<ul>\n<li>Eine simple Sammlung von To Dos, die sich aus dem Ziel ableiten.<\/li>\n<li>Grob sortieren nach zeitlicher Abfolge.<\/li>\n<li>Ein Gegencheck, was mich daran hindert, einen bestimmten Schritt jetzt schon zu gehen.<\/li>\n<li>Erg\u00e4nzung durch das, was vorher kommen m\u00fcsste\u2026<\/li>\n<li>&#8230;bis ich ganz vorne ein paar Startpunkte habe.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Diese Startpunkte sind unser <strong>Verbindungspunkt vom gro\u00dfen virtuellen \u201eBig Picture\u201c und der Realit\u00e4t hier und jetzt<\/strong>. Und das gen\u00fcgt. Damit fangen wir morgen an.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-5093 alignright\" src=\"https:\/\/overw8.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Buchtippgruen.jpg\" alt=\"Buchtipp Magic Innovation Leadership\" width=\"166\" height=\"75\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em><strong>Barbara Sher: <a id=\"amznPsBmLink_9021653\" class=\"amzn_ps_bm_tl\" href=\"http:\/\/www.amazon.com\/Wishcraft-How-What-Really-Want\/dp\/0345465180\/ref=as_li_bk_tl\/?tag=krysalisconsu-20&amp;linkId=3a6056ca36280e9c9587af088a7a575b&amp;linkCode=ktl\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\" data-amzn-ps-bm-keyword=\"wishcraft\" data-amzn-link-id=\"3a6056ca36280e9c9587af088a7a575b\">\u201eWishcraft\u201c<\/a><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" id=\"amznPsBmPixel_9021653\" style=\"border: none !important; margin: 0px !important; padding: 0px !important; height: 0px !important; width: 0px !important;\" src=\"https:\/\/overw8.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/ir\" alt=\"\" width=\"0\" height=\"0\" border=\"0\" \/><\/strong><\/em><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-5383\" src=\"https:\/\/overw8.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Netzplanung.jpg\" alt=\"Netzplanung\" width=\"566\" height=\"495\" \/><\/p>\n<hr \/>\n<h2>Magie-Check f\u00fcr diese Wegmarke<\/h2>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-5350 alignleft\" src=\"https:\/\/overw8.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/MagieCheckdunkelgruen.jpg\" alt=\"MagieCheckdunkelgruen\" width=\"188\" height=\"77\" \/><\/p>\n<ul>\n<li>Allen Beteiligten ist die Absicht kristallklar.<\/li>\n<li>Zielformulierungen wurden gesammelt und auf eine bevorzugte Perspektive hin gefiltert.<\/li>\n<li>Reichlich Ideen f\u00fcr erste Ansatzpunkte und L\u00f6sungen gesammelt.<\/li>\n<li>Eine Handvoll dieser Ideen wurde weiterentwickelt.<\/li>\n<li>Zuversichtlich mit Blick auf die M\u00f6glichkeiten die bevorzugte Idee gefiltert.<\/li>\n<li>Andere Ideen als Back-up gesichert.<\/li>\n<li>Netzplan bis zu ersten Startpunkten zur\u00fcckgedacht.<\/li>\n<li>Verr\u00fccktheit \u00fcber diese Prozesse hinweg gesichert.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Magiecheck erfolgreich = weiterfahren!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>So finden Sie einen guten Einstieg, binden Ihr Team ein, arbeiten 1. 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