20 Tipps, wie Sie jetzt Ihr Marketing & Geschäftsmodell Corona-wetterfest machen

Die Situation ändert sich und zwar rasch und unvorhersehbar. Was jetzt hilfreich ist? Alles, das entweder RASCH wirkt ODER mittelfristig einen sehr guten Hebel hat. Hier das aktuelle Best of der Tipps, die wir unseren Kund*Innen geben.

Tipp: Nicht weiter grübeln, sondern mit Hilfe der Liste struktutiert durchdenken, was für Ihr Unternehmen hilfreich sein kann, eigene ToDo-Liste daraus machen und bei Fragen einfach melden

  1. Google Business: Wir wissen nicht warum, aber deutsche Unternehmen tendieren dazu, diese super Möglichkeit, ihre Zielgruppe informiert zu halten, zu ignorieren. Evtl. liegt es an der hauptsächlich englischsprachigen Information. Anyway: Vieles hier ist kostenlos, einfach und sehr effektiv. So wie die neuen Möglichkeiten spezielle Corona Updates für Lieferoptionen, Öffnungszeiten etc. einzustellen. Die Detailinfos dazu von Google Business finden Sie hier.
  2. Social Media und Newsletter: Wer sich bisher noch gescheut hat, jetzt ist spätestens der Moment dafür. Die Leute sind nach wie vor viel Zuhause, soziale Medien halten uns aktuell auf dem Laufenden, das wird auch nach Ende der Ausgangsbeschränkungen der Fall sein. Sie müssen da ja nicht gleich alles auf einmal machen… Im Gegenteil: Ein rascher Abgleich zwischen Ihren Zielgruppen und denenen, die auf bestimmten Kanälen unterwegs sind reicht zumeist.
  3. Vernetzen Sie sich online – gerade auch mit KollegInnen. NICHT, um denen was zu verkaufen, sondern “to test the waters”, um ein Gefühl für die Stimmung am Markt zu kriegen, den ein oder anderen Tipp selbst umzusetzen. Oder sich schlicht selbst die Zeit für ein Experiment, das andere bereits gemacht haben, zu sparen. Abonnieren Sie selbst die Newsletter und Updates von Unternehmen, die Sie mögen und gut finden. Viele bieten wirklich hochwertigen Wissensaustausch an, der vor Corona so nicht zu haben war (z.B. BVMW, VdU, WeConnect etc.). Lassen Sie sich das nicht entgehen, haben Sie Spaß mit dieser Fülle an Inspiration und Austausch, lassen Sie sich selbst spüren, dass Sie mit Ihren Herausforderungen nicht allein sind. Das ist sowohl sachlich als auch mental hilfreich.
  4. Legen Sie dafür auch ENDLICH diesen LinkedIn Account an. Bauen Sie NICHT mehr auf Dinosaurier Netzwerke. Dazu gehört für mich z.B. XING. Wenn Sie da nicht schon aktiv sind, lassen Sie es auch. Das Ding ist tot. Da wurde noch nie wirklich Business gemacht und das wird es auch nicht mehr.
  5. Facebook? Macht das noch Sinn? Auf JEDEN Fall! Aus mehreren Aspekten – zum einen durch die lebendige Gruppen- und Community Kultur. Überlegen Sie, ob Ihre Kunden evtl. mehr Gemeinschaft suchen. In dem Fall könnte eine Facebook Gruppe absolut Sinn machen. Oder nehmen Sie selbst an relevanten Gruppen teil. Teilen Sie Updates auf Ihrer FB Page. Schalten Sie ggfs. Werbung auf Facebook um Ihre Corona Anpassungen zu promoten. A propos…
  6. Falls nicht schon geschehen: Frischen Sie Ihr Englisch auf. Das Angebot an Lernmöglichkeiten, der Zugang zu Wissen, Daten, Informationen, der Pool an Kontakten wird dadurch exponentiell größer. Und das ist was Gutes!
  7. Werbung… jetzt günstiger als je. Viele große Werbekunden haben ihre Budgets gestrichen oder mindestens empfindlich gekürzt. Jetzt läßt es sich zu guten Deals offen und einfach ehrlich im Netz werben. Gleichzeitig….Verabschieden Sie sich spätestens jetzt von der ohnehin albernen Idee, dass “Online” umsonst sei. Das ist es nicht. Werbung und Sichbarkeit kostet Zeit, Geld und das ist ok so. Das hat es schon immer. Das einzig Vernünftige ist, dafür auch Geld und Zeit einzuplanen. Machen Sie es spätestens jetzt.
  8. Legen Sie sich endlich eine gescheite Vertriebs-Software zu. Warum? WEIL!!! Weil es Sinn macht zu schauen, was Sie wirklich an Kontakten im Unternehmen haben und worauf Sie aufbauen können. Up- und Cross-Selling ist sehr viel leichter und unaufwändiger als neue Kunden zu gewinnen. Gleichzeitig ist es für die mentale Ruhe sehr sehr hilfreich, wenn man die sog. “Pipeline” im Blick hat – d.h. eine zeitaktuelle Info, wann wohl welcher Umsatz kommen wird. Wir empfehlen dafür immer sehr gern Pipedrive. Diese Cloud Software paßt auch gut zu Unternehmen, in denen man nicht ständig am Schreibtisch ist.
  9. Bleiben Sie flexibel. Werden Sie zum sog. “Growth Hacker”. Growth Hacking heißt mehrere Dinge mit klar begrenztem Aufwand parallel testen, das Beste weiterhin tun, den Rest verwerfen. Nicht planlos aber bitte – sondern innerhalb einer anständigen Marketingstrategie.
  10. Bitte nicht von ‘shiny lights’ kirre machen lassen. Grad jetzt sind natürlich ganz viele Heilsversprecher unterwegs. Das schnelle Geld hat es noch nie gegeben, das gibt es auch jetzt nicht. Außer, Sie verkaufen Masken. *scherz* Das ist auch genau der Grund, warum es Marketingstrategie braucht – man ist sonst zu leicht in Versuchung, wild alles zu versuchen z.B. Tik Tok Accounts zu bespielen, obwohl es überhaupt nicht zur Zielgruppe passt.
  11. Unterziehen Sie ggfs. Ihre Geschäftsstrategie einer Review. Fragen wie “wie nutzen wir den starken Push zu digitalen Lösungen”, was tut sich im Wettbewerb, wie sich Kundenbedürfnisse durch die Situation verändern, führen leicht zu neuen Chancen oder rechtzeitigem Stopfen von Lücken. Eine solche Review ist übrigens deutlich weniger aufwändig als viel denken. Wenn man das handfest und pragmatisch anpackt, kann das durchaus innerhalbe weniger Tage und mit ein zwei intensiveren Arbeitstagen erledigt sein.
  12. Dabei und auch in Sachen Marketing-Kampagnen: In Szenarien statt in fixen Modellen denken. Das ist das einzige, was wirklich hilft. Falls Sie sich fragen, warum Sie gedanklich und anderweitig Zeit investieren sollten, z.B. 4 Szenarien durchzudenken, wenn Sie nachher doch nur eins brauchen werden… Der, der die Szenarien durchdacht hat, muss, sobald sie eintreten, nicht erst anfangen überlegen. Er/sie ist bereits gedanklich klar bzw. hat erste Voraussetzungen schon geschaffen. Hier geht es vor allem um einen Zeitvorteil. Zeit ist Geld, Zeitvorteil heißt besseren Zugang, erster sein. Zeit heißt Liquidität, die reicht. Oder neue Umsätze, die schon reinkommen können.
  13. Die Preisstrategie kann in Kombination mit Digitalisierung ein wesentlicher neuer Punkt sein. Ein EBook z.B. erwarten die meisten Menschen als günstiger vorzufinden als eine hochwertige Druckausgabe. Der richtige Preispunkt kann alles retten – oder versauen.
  14. Fragen Sie Ihre Kunden. Bei ganz vielen Dinge geht es darum: Fragen Sie nach. Eine professionell durchgeführte Fokusgruppe kostet Geld, ja, sie sorgt aber dafür, dass Sie dort investieren, wo es Sinn macht (und ist auch derzeit über ein Zoom Meeting o.ä. Auch jetzt 1a durchführbar). Häufig gibt es eine Handvoll Dinge, die Ihrer Zielgruppe richtig wichtig sind – in der Schnittmenge mit dem, was gut machbar ist, wird ein Schuh daraus.
  15. Mehr Income Streams ist mehr. Denken Sie nochmal genau darüber nach, welche Ihrer Leistungen Sie auch anders / online / in Kombination anbieten können.
  16. Cross- und Up-Selling Gelegenheiten (wem, der A gekauft hat, könnte auch B gefallen?”) sollten jetzt Priorität haben. Damit Sie diese nutzen können, brauchen Sie eine Kontakliste. Damit sind wir bei
  17. The Gold is in the List. List Building ist etwas, das viele deutsche Unternehmen nicht sooo geil finden. Newsletter? “Das macht Arbeit.” Viele wissen aber gar nicht, welche Schätze sie ‘im Keller’ haben. Einen Kunden dürfen Sie auch nach mit DSGVO natürlich ansprechen. Rufen Sie alle an. Fragen Sie nach. Jeder Kontakt ist evtl. 100, evtl. 1000 € Umsatz wert… stöbern sie mal kurz in Ihrem CRM, in Ihrer Buchhaltung, in Ihren Emails… .na…. Was macht das?
  18. Stellen Sie ALLES in Frage. Nichts (ok, wenig ;)) bleibt wie es war. Schauen Sie genau neu hin. Gehen Sie sicher, dass Sie keine blinden Flecken haben – Sie werden sie sich nicht leisten können. Wenn Sie sie behoben haben, könnten diese die neuen Renner werden.
  19. Be in it for the long game. /Nachdem Sie die Liquidität gesichert haben, bleiben Sie cool. Cool genug, um das Ganze im Blick zu behalten. Es geht darum, in 3 bis 5 Jahren einen gut gehenden Laden zu haben. Zu sehr aufs Detail zu starren wird Sie nur kirre machen.
  20. Hilfreich dabei: Sich mit seinen Stärken als Marke verstehen. Zeigen Sie, was in Ihnen und Ihrem Unternehmen steckt. Das geht nie nur ums Logo, da geht es darum, wie Sie mit ihren Kunden umgehen, welchen Mehrwert Sie im Bezug auf deren Bedürfnisse beitragen. Zeigen Sie jetzt Stil und Charakter – es wird umso mehr gesehen und geschätzt werden.

Welchen dieser Tipps wollen Sie umsetzen oder haben es bereits getan? Lassen Sie uns wissen, welche weiteren Fragen Sie haben und berichten Sie von Ihren Erfahrungen… wer weiß, wem Sie damit helfen.

#staystrong #comebackstronger


Verabschieden Sie sich spätestens jetzt von der ohnehin albernen Idee, dass “Online” umsonst sei.
20 handfeste Ideen, wie Sie jetzt Ihr Marketing & Geschäftsmodell corona-wetterfest machen

 

Kristin Reinbach

Als Inhaberin von OVERW8 und mit mehr als 20 Jahren Erfahrung im Marketing denkt sie ständig in "Kunde", "Marke" und Geschäftsmodellen. Ständig meint: Beim Essengehen. Auf der Skihütte. Beim Winzer... Letztlich also nur logisch, dass sie mit diesem Know-How unternehmerisch handelnde Menschen und Organisationen auf ihrem Weg zu mehr Marken-, Kunden- und Unternehmenswert tatkräftig unterstützt.

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