Wurzeln der Innovation 2/7: Originalität

Originalität, Innovation, Innovationsmanagement, Vorraussetzung, Wurzel, Magic Innovation Leadership, Kristin Reinbach, krysalis consult

Im Kern eines Gestaltungsprozesses steht immer der Mensch

Aktionslogo InnovationDoIt krysalis consult Magic Innovation Leadership FrameworkEgal, welcher Lebensphilosophie oder Religion man anhängen mag, die Fähigkeit des Menschen, sich Dinge erst auszudenken und sie dann Wirklichkeit werden zu lassen, ist eine magische Sache.

Ein Privileg, das wir nutzen sollten.

In jeder Führungs- und Entscheidungsposition ist das aktive Gestalten von Bisher-Noch-Nicht-Vorhandenem mindestens Teil, wenn nicht Kern der Aufgabe.

Aber ist denn überhaupt jeder kreativ!?

Ja, wir sind alle kreativ.

Jeder von uns ist kreativ in dem Sinne, dass er Neues erschaffen kann.

Nur sind eben für jeden die Mittel und Wege unterschiedlich.

Der eine ist schöpferisch, wenn er ein gutes Essen kocht, die andere, wenn sie ihre Idee zu einem Unternehmen werden lässt, der dritte, indem er Tische baut.

So unterschiedlich wir sind, so unterschiedlich ist das Was und Wie wir Neues erschaffen.

Dazu in der Lage sind wir alle.

Wir müssen uns nur erst wieder trauen.

Denn lange Zeit wollte die Welt etwas anderes von uns.

Wir wurden immer nur für bestimmte Arten zu Denken und zu Handeln anerkannt und respektiert (s. auch 3. Wurzel: Lizenz). Deswegen können wir diese Formen aktuell meist besser.


Innovation braucht Originalität

Eine Innovation ist die erfolgreiche Erschaffung von etwas Neuem.

Das braucht originelle Ideen und Vorgehensweisen, die so kein anderer hat – oder evtl. viel entscheidender: umzusetzen wagt.

Neue Ideen entstehen nicht völlig aus dem Nichts, sie haben immer eine Quelle:

Eine Inspiration, die uns zu einem Gedanken anregt oder eine Herleitung oder Kombination aus schon vorhandenen Bausteinen.

Diese Bausteine existieren jetzt, hier und heute in Ihrem und meinem Kopf bereits.

Diese Bausteine können jederzeit ergänzt werden.

Die Bausteine können Dinge oder Konzepte sein, die wir mit unseren Sinnen gesammelt haben – gesehen, gehört, gefällt, geschmeckt, getastet, erlebt haben. Es sind aber nie nur die Fakten, wie wir sie ‚angeliefert‘ bekommen haben, es ist immer unsere subjektive Wahrnehmung davon – der Ausschnitt, den wir sehen und interessant finden PLUS unsere eigene Interpretation und Bewertung.

Für Innovation brauchen wir die originellsten Bausteine und die originellsten Kombinationen davon.

Dafür ist es beruhigend zu wissen, dass jeder von uns ein Original ist.


Warum wir alle Originale sind

Jeder von uns – Sie, Ihre Kollegen, ich – alle sind Originale.

Ja, selbst die scheinbar Langweiligsten davon!

Normalerweise betonen wir in einer Gruppe (wie zum Beispiel beim Zusammenarbeiten) das Gemeinsame. In dieser Hinsicht sind wir natürlich keine Originale – weil das eben die Bestandteile sind, die wir mit unserem Umfeld gemein haben – und auch gemein haben wollen.

Für Innovation brauchen wir eher die Bestandteile, die die anderen nicht mit Ihnen teilen.

Der Ort, aus dem Sie stammen, die Reisen, die Sie gemacht haben, die Menschen, die Sie in Ihrem Leben getroffen haben, interessante Gespräche, die Sie geführt haben – und eben Ihr ganz persönliches Erleben in diesen Momenten – das sind Ihre ganz persönlichen Schätze in ihrem Baustein-Lager.

Nur Sie verfügen über genau die Kombination aus Anlagen, Talenten, Erfahrungen, Fähigkeiten, Assoziationen, Perspektiven wie Sie es tun.

Ihre Perspektive, Ihre Art zu denken, zu leben – sie ist einmalig.

Sie brauchen sich dafür nicht anzustrengen. Sie brauchen es nur zu bemerken – und zu nutzen. Sie sind also ein Original – heute und hier bereits.

Diese Originalität können wir als Kraft- und Inspirationsquelle nutzen – bevor und während des Gestaltungsprozesses.

Wir können darauf vertrauen, dass nur wir die Dinge genau so sehen und machen können, wie wir es tun.

Mit unserer Originalität haben wir das wichtigste Handwerkszeug schon bei uns.

Sobald wir uns daran machen, Neues zu gestalten, können wir darauf bauen, dass diese Originalität uns zu originellen Ergebnissen führen wird – wenn wir das, was wir und unsere Mitgestalter zur Verfügung haben, wirklich nutzen.

innovation, innovationsmanagement, framework, magic innovation leadership, kristin reinbach, krysalis consult


Jeder Mensch schreibt eine andere Geschichte

Magic Innovation Leadership Framework Baustein Experiment Innovationsmanagement Kristin Reinbach, krysalis consultStellen Sie sich vor, Sie und zwei Ihrer Kollegen, Kolleginnen werden gebeten, mit ein paar Grundvorgaben eine Geschichte zu schreiben.

Die Vorgaben sind: Es ist ein Krimi, der Täter hat einen ungewöhnlichen Beruf, eine besondere Tatwaffe, ein überraschendes Mordopfer, ein ungewöhnlicher Detektiv – was passiert dann?

Klar, es werden drei völlig unterschiedliche Geschichten dabei rauskommen.

Weil Sie alle Originale sind.

Oder denken Sie an Ihre Musiksammlung auf Ihrem MP3-Player oder im Auto – was ist da drauf?

Aber vor allem:

  • Welche Geschichten und Erlebnisse, welche Bilder verbinden Sie damit?
  • Gerade mit Ihren Lieblingsliedern… Wetten, dass Ihre Kombination von Musik und vor allem die Geschichten und Bilder, die Sie damit verbinden, einmalig sind?

Ihr persönlicher Innovations-Baukasten

Der Innovations-Baukasten besteht aus allen Elementen, die Sie in Ihrem Denken und Fühlen parat haben:
Innovation, Baukasten, Elemente, Mindset, mind set, innovationsmanagement, framework, magic innovation leadership, kristin reinbach, krysalis consult

Ihr Innovations-Baukasten enthält Bestandteile, die aus den Lebenskulturen stammen, mit denen Sie sich umgeben – diese Bausteine würden andere Menschen vermutlich teilen.

Dann gibt es aus der Kombination Ihrer Persönlichkeit und Wahrnehmung Elemente, die nur genau Sie auf dieser Welt so sehen, wie Sie es tun.

Sie blicken zwar auf das gleiche Bild wie Ihr Nachbar – aber durch ein anderes Guckloch. Und sehen daher einen anderen Ausschnitt als ein anderer Mensch.

So entstehen Bausteine, die nur Sie zur Verfügung haben.

All diese Elemente werden zu Bausteinen in Ihrem Mindset. Sie sammeln sich über die Zeit wie ein Schatz an und stehen Ihnen zur Verfügung, wenn Sie auf der Suche nach Ideen und Inspiration sind.

Je tiefer Sie in der Schatzkiste Ihres Mindset wühlen und in je ausgefallenere Ecken Sie schauen, je gewagtere Kombination Sie bilden, desto mehr sind das nur Sie und die Ideen, die nur Sie haben können. Mit der richtigen Denke und den richtigen Anwendungstechniken kombiniert (u.a. den Mindset-Bausteinen und den Inhalten dieses Buchs), sind diese Schätze Ihre Quelle für innovative Ideen und Problemlösungen.

Magci Sparkle


Magic Innovation will den ganzen Menschen

Wenn es uns um Innovation geht, lässt sich dieses Mindset übrigens nicht sinnvoll in ein Business- und ein Privat-Ich trennen. Damit würden uns ja die interessantesten Kombinationsmöglichkeiten entgehen.

Logischerweise stehen Ihnen die originärsten Beiträge zur Verfügung, wenn Sie alle und möglichst die ungewöhnlicheren Bausteine aller Ihrer ‚Ichs‘ nutzen.

Wenn Sie jetzt denken: „Ich finde mich aber echt langweilig…?“ kann ich Sie beruhigen: Gerade wenn Sie das von sich denken, ist es unwahrscheinlich, dass es stimmt.

Aber selbst wenn es wahr wäre: Da das Mindset aus Erfahrungen, Erlebnissen, Dingen, die man mit seinen Sinnen wahrgenommen hat, besteht, kann es jederzeit ergänzt werden. Um unser persönliches Mindset innovativer zu machen, streben wir danach, gezielt andere, unbequeme, ungewohnte Eindrücke zu sammeln.

Wir brauchen dennoch nicht auf Krampf Dinge zu machen, nur weil sie „ausgefallen“ sind. Es genügt völlig, wenn wir unseren Impulsen nachgeben und z.B. an einen Ort fahren, den andere unnötig oder doof finden, den nur wir interessant finden und unsere Augen und Sinne offen halten.


Neue Perspektiven bringen Innovationsenergie

Unser Mindset um ausgefallene Bausteine zu erweitern ist erfrischend und erholsam. Unser Hirn kommt aus den üblichen Denkschleifen raus, trainiert nebenbei Zuversicht und Offenheit (s. auch die weiteren Wurzeln) – die wir ja dringend für Innovation brauchen.

Je mehr Inspiration, je mehr Bausteine wir gebunkert haben, desto „kreativer“ im landläufigen Sinne werden wir automatisch.

Wie ist eigentlich der Thailand-Urlaub im Robinson Club, den zur Zeit alle Kollegen machen, zu bewerten?

Ok, er ist nicht wirklich eine ausgefallene Wahl, aber selbst wenn Sie das Gleiche machen wie andere, dann liegt es immer noch an Ihnen, wie Sie Ihre Wahrnehmung vor Ort nutzen.

Wenn alle abends auf die Abendveranstaltung gehen, haben Sie die Wahl, z.B. gucken zu gehen, wie der südliche Sternenhimmel aussieht und welche Sternzeichen es dort gibt.

Schon haben Sie wieder Bausteine in ihrem Schatz, die anders sind als die der anderen.

Es ist unsere Wahrnehmung und wir selbst haben die Wahl, wie wir sie nutzen.


Originalität braucht (nur) Mut zum Anders-Sein

Normalerweise betonen wir gern das Gemeinsame – gerade in Führungsteams, in Projektteams – besonders in Abgrenzung zu anderen Gruppen, zu denen wir nicht gehören wollen. Das bildet eine wichtige Grundlage für friedliches Zusammenarbeiten.

Wenn wir aber an das Original ran wollen, dann brauchen wir die spezielle Kombi, die nur uns ausmacht.

Das Beste daran:
Mit unserer täglichen Wahrnehmung und unseren Handlungen verändern wir und unser Mindset uns ständig.

Die Mischung im Mindset wird bei guter Pflege mit den Jahren immer einmaliger.

Wenn wir unser Innovation Mindset aktiv pflegen wollen, dann ist älter werden so gesehen ein wunderbarer Reifeprozess wie bei gutem Wein, der mit den Jahren immer besser wird: Diese Originalität betont das, was an mir anders ist als an Ihnen.

Was ist an Ihnen anders als an Ihren Kollegen?


Die Originalitätswurzel stärken

Das schwächt die Originalitäts-Wurzel

  • Gleichmacherei, in der Masse untergehen wollen.
  • Ausblenden ungewöhnlicher Bausteine.
  • Sich selbst in einer Business-Rolle halten – statt als Gesamtmensch zum Prozess beizutragen.

Das stärkt die Originalitäts-Wurzel

  • Möglichst interessante Bausteine hinzufügen.
  • Sich der eigenen Besonderheiten bewusst werden.
  • Abgleich des Gleichen – Konzentration auf das Unterschiedliche.
  • Sich und anderen erlauben, anders zu sein.

Checkpunkt Originalität

Checkpunktegruen

In diesem Kapitel haben wir nun also gesehen:

  • dass und warum jeder abgefahrene Ideen haben und damit kreativ sein kann,
    wie wir uns unserer Besonderheit bewusst werden können,
  • dass wir unsere gesamte Persönlichkeit für unseren „Innovationsjob“ brauchen,
  • dass wir selbst dann, wenn wir dasselbe tun wie andere, durch unsere ganz eigene Sicht dennoch andere Bausteine sammeln können,
  • dass es Mut braucht, sich gezielt als anders zu positionieren,
  • dass unser Mindset und wir mit dem Alter immer origineller werden – wenn wir es wollen.

 

Kristin Reinbach

Als Inhaberin von OVERW8 und mit mehr als 20 Jahren Erfahrung im Marketing denkt sie ständig in "Kunde", "Marke" und Geschäftsmodellen. Ständig meint: Beim Essengehen. Auf der Skihütte. Beim Winzer... Letztlich also nur logisch, dass sie mit diesem Know-How unternehmerisch handelnde Menschen und Organisationen auf ihrem Weg zu mehr Marken-, Kunden- und Unternehmenswert tatkräftig unterstützt.

Kommentar hinterlassen

Ihre E-Mail wird nicht veröffentlicht.